Tag des Gartens – 11.Juni 2012

Globalisierung, Überstunden, immer-erreichbar-sein. Die Welt und das Leben rennt gefühlt immer schneller an uns vorbei. Trends wie “Entschleunigung” und “Slow Food” finden aber auch immer mehr Anhänger. Die Erkenntnis hier und da mal inne zu halten, verfestigt sich in unserem Bewußtsein. Unter diesen Gesichtspunkt fällt auch das Rausgehen und Wahrnehmen der Natur in der Freizeit.

Nun haben wir Großstadtmenschen oftmals einen weiteren Weg in die wirklich schöne, ruhige Natur zurück zu legen. Und wenn der Stadtpark oder die Alsterwege an sonnigen Wochenenden vor Frischlufthungrigen überquellen, ist eine nahe Alternative gar nicht so schlecht: Ein Schrebergarten.

Um die Ecke ein kleines, privates Stückchen Grün zu haben, kann Balsam für Leib und Seele sein. Unkraut zupfen, sähen, ernten, neue Blumenbeete planen wird zur Meditationsübung. Meisen im aufgestellten Vogelbad planschen sehen, Eichhörnchen mit Erdnüssen fast handzahm füttern, abends die untergehende Sonne von der Laubenterasse beobachten, die Blätter der umstehenden Bäume und Hecken rauschen hören… und das alles uneinsichtig und privat mitten in der Stadt.

Kinder kommen so natürlich auch vermehrt an die frische Luft, das Plantschen im Becken mit Freunden ist im Sommer ein Hochgenuß oder das Grillen mit Freunden am Abend doch anders als ein Treffen in der Wohnung oder im Restaurant.

Frische Luft für’s Gemüt und auch der Körper kommt abends leichter zur Ruhe und wir finden einen erholsameren Schlaf. Wer will und sich ein bißchen auskennt oder einliest, kann den Garten natürlich auch kulinarisch und gesundheitlich für’s eigene Wohl wunderbar nutzen. Sei es mit Anpflanzung von Gewürzkräutern, Minze, Früchten oder blumigen Heilkräutern wie Calendula. Aber lassen Sie wenigstens auch eine kleine Ecke für Wildkräuter wie Vogelmiere, Brennnessel oder Giersch frei. Denn sie sind lecker… 🙂

Wenn Sie nicht auch das Glück haben, dass ein guter Freund einen Garten besitzt, konnte ich Ihnen vielleicht den Gedanken eines eigenen Gartens schmackhaft machen.

Ich wünsche jedenfalls allen einen herrlichen Sommer an der frischen Luft.

Dörte Schönfeld
www.akupunkturinhamburg.de

 

2016-11-15T23:03:52+00:00Von |

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