Mit aphrodisierenden Ingredienzien die Liebe verfeinern

Das richtige Essen kann unsere Sinne wecken. Das erste Rendezvous ist meistens mit einem Abendessen verbunden. Und die Liebe geht bekanntlich durch den Magen, aber auch die Lust! Aphrodisiaka helfen mit, das Lustempfinden neu zu wecken. Bestimmte Gewürze und Nahrungsmittel können eine aphrodisierende Wirkung entfalten.

Sinnliches Essen wird seit Jahrhunderten betrieben und findet sich in vielen Sprichwörtern wieder. Mehrere Urvölker haben dasselbe Wort für „essen“ und „miteinander schlafen“. Alle Kulturen haben ihre speziellen Aphrodisiaka hervorgebracht. Die einen sind von der anregenden Wirkung von Austern überzeugt, die anderen (Ostasien) schwören auf die Wirkung gebratener Hoden eines Tigers oder dessen Penis oder auf das gemahlene Horn eines Nashorns.

Aphrodisaka sind keine Lustpillen, die einen wie auf Knopfdruck wild und leidenschaftlich werden lassen. Aphrodisierende Ingredienzen sind Gewürze der Liebe und dienen der Verfeinerung der Erotik.

Vitalisierendes Gemüse

Im Volksglauben hat Sellerie den Ruf, potenzsteigernd zu sein. Wissenschaftlich ist das zwar nicht erwiesen, doch das Gemüse enthält Mineralstoffe, die jedem Mann Energie geben: Vitamin A, B und C, Kalzium, Magnesium, Mangan und Kalium. Sellerie senkt außerdem den Cholesterinspiegel, regt Nervensystem, Gehirn und Stoffwechsel an und Sellerie enthält viel Androstenol. Adrostenol wird mit jugendlicher Fruchtbarkeit assoziiert. Erst beim Einsetzen der Pubertät wird dieses Pheromon gebildet und erreicht das Maximum mit Anfang 20. Danach sinkt die produzierte Menge rasch ab. Es hat eine positive, sympathische Wirkung auf andere Menschen und kann helfen positiver wahrgenommen zu werden.

Feurige Gewürze

Gewürzen wie Safran, Anis, Nelke, Zimt, Vanille und Muskat wird ebenso eine stimulierende Wirkung nachgesagt. Schuld daran sind die Alkaloide, die in den Gewürzen enthalten sind. Alkaloide sind natürlich vorkommende Verbindungen, die eine drogenähnliche Wirkung entfalten können.  Cayennepfeffer und Chili haben einen feurigen Geschmack und schon kleine Mengen sollen die Lust entfachen. Von diesen Gewürzen sollten nur kleine Mengen genossen werden, denn größere Mengen sind unbekömmlich. Auch bei Muskatnüssen ist Vorsicht geboten. Zwei Stücke Muskatnuss kann bei Kindern tödlich sein. Bei Erwachsenen können fünf Gramm schwere Rauschzustände auslösen. Eine angemessene Dosis wirkt allerdings aphrodisierend. In arabischen Ländern kauen Männer das Gewürz, um ihre Potenz zu fördern und das Liebesspiel zu verlängern. Indische Männer schwören auf Safran.

Ingwer bringt den Körper wegen seiner Schärfe und den ätherischen Ölen auf Touren. Allgemein gelten scharfe Gerichte als anregend. Sie sollten es mit der Schärfe jedoch nicht übertreiben. Das Vanille-Aroma ruft Glückshormone hervor, die Stress und Angst vergessen lassen und der Lust freien Lauf gewähren. Eine heiße Schokolade mit frischer Vanille lässt das Herz höher schlagen und vertreibt Sorgen.

Schlüpfrige  Muscheln

Von den Meeresfrüchten sind Austern und Jakobsmuscheln wohl die bekanntesten Aphrodisiaka. Sie fördern die Produktion von Testosteron. Austern enthalten viel Vitamin A, B1, B2, B12, Nikotinsäure, Eisen, Zink, Magnesium und Kupfer.

Aphrosidierendes Valentinstagsmenü für zwei Personen

Vorspeise:             „Sellerie – Prosecco Suppe“

Zutaten:

500 g Knollensellerie, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 3 EL. Rapsöl, 200 ml Prosecco/Sekt,

50 ml Apfelsaft, 500 ml Gemüsebrühe, 100 g Crème fraiche, 1 Prise Chili, 1 säuerlicher Apfel, Butter zum Andünsten, frischer Majoran,  etwas Muskatnuss gerieben.

Zubereitung:
Den Sellerie schälen und klein würfeln. Die Zwiebel und den Knoblauch pellen und klein hacken. Die Majoranblätter abzupfen. Im Topf das Öl erhitzen, darin die Zwiebel und den Knoblauch glasig dünsten. Den Sellerie dazu geben, kurz mit andünsten, salzen und pfeffern.

Anschließend mit 150 ml Prosecco löschen und den Apfelsaft und einen Teil der Gemüsebrühe angießen, aufkochen lassen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 30 min. köcheln, bis der Sellerie weich ist. Dann Crème fraîche dazugeben und die Suppe pürieren. Dabei sollte so viel Brühe angegossen werden, dass die Suppe cremig wird. Anschließend mit Muskatnuss, Cayenne, Salz und Pfeffer abschmecken.

Kurz vor dem Servieren den restlichen Prosecco und den Majoran einrühren. Apfel schälen, entkernen und in Stückchen schneiden. In einer Pfanne die Apfelstücke mit dem Ahornsirup in etwas Butter anbraten. Die Apfelwürfel und die Suppe zusammen in einen Teller geben.

Hauptgang:   „Jakobsmuscheln auf Pasta mit Riesling-Safransauce“

Jakobsmuscheln verderben schnell. Deshalb werden sie meistens gleich nach dem Fangen ausgenommen, gewaschen und sofort mit Eis bedeckt eingefroren. Beim Kauf frischer Muscheln sollte darauf geachtet werden, dass sich die Schale schließt, wenn man sie berührt und das Fleisch der Muscheln geruchlos ist. Bereits eingefrorene Muscheln dürfen nur gegart erneut eingefroren werden. Bei gefrorenen Muscheln sollte die Schale fest, glänzend und feucht sein. Der Rogen (Coreil) ist bei frischen Jakobsmuscheln dran, bei tiefgekühlten Muscheln oftmals nicht.

Zutaten:

8 Jakobsmuscheln, 1 EL. Olivenöl, 1 EL. Butter zum Braten, 1 frischer Zweig Rosmarin, 1 Knoblauchzehe, 4 gedrehte Nester schwarze Bandnudeln (Tonnarelli al nero di seppia) oder helle Bandnudelnester, 2 schmale Zitronenscheiben, etwas gehackte glatte Petersilie, 1 Rosmarinzweig zum Garnieren, etwas bunten Pfeffer.

Für die Sauce: 1 Schalotte, 1 EL Butter, 1 Glas Weißwein (Riesling), 100 ml Fischfond oder Geflügelfond, 100 ml Sahne, 1 Knoblauchzehe, 1 Prise Cayennepfeffer, 1 Prise Chili, einige Safranfäden.

Zubereitung:

Die Rogen von den Muscheln trennen, die Muscheln der Breite nach halbieren. Auf ein Küchentuch legen.

Die Schalotte schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. In zerlassener Butter anschwitzen und mit einem Glas Weißwein löschen.

Mit 100 ml Fischfond oder Hühnerbrühe aufgießen, Knoblauch in großzügige Scheiben geschnitten dazugeben und einkochen lassen. 100 ml Sahne dazugeben und nochmals einköcheln lassen. Gegebenenfalls mit einem Pürierstab durchmixen. Einen Hauch Cayennepfeffer zufügen. Mit Fischsauce (statt Salz) abschmecken und einige Fäden Safran darin zergehen lassen.

Die schwarzen Bandnudeln in 5 Min. in kochendem Salzwasser al dente garen. Es eignen sich auch helle oder grüne Bandnudeln.

Inzwischen eine Pfanne heiß werden lassen, Olivenöl und etwas Butter zergehen lassen. Einen Rosmarinzweig, eine mit der Schale in Stücke geschnittene Knoblauchzehe hineingeben, die halbierten Jakobsmuscheln und den halbierten Rogen auf jeder Seite eine knappe Minute anbraten.

Pasta abgießen und Teller folgendermaßen anrichten: Mit einer Gabel und Fingern genügend Nudeln aufnehmen und auf dem Teller ein Nest formen. Darüber die gelbe Sauce verteilen und darauf und darum herum die Jakobsmuscheln samt dem roten Rogen anlegen. Ein wenig vom gemischten Pfeffer darüber mahlen. Zitronenscheiben, glatte Petersilie und Rosmarinzweig vervollständigen das farbenprächtige Gericht.  

Dessert:  „Honigfrüchte mit Zimt und Ingwer“

Zutaten:

Früchte (Bananen, Äpfel, Ananas, Erdbeeren usw.) ausreichend für 2 Personen,  2 EL Honig,  2 TL Ingwer frisch, Zimt, 1 Prise Kakao und Vanille.

Zubereitung:

Den Ingwer hacken. Die Früchte in mundgerechte Stücke oder Scheiben schneiden. In einer Pfanne den Honig mit dem zerhacktem Ingwer leicht erhitzen. Die Früchte kurz in der Pfanne wenden. Anschließend mit Zimt, Kakao und Vanille bestreuen und dieses warme Dessert genießen.

Bettina Dräger
www.weiterbildung-ernaehrung.com

 

2016-11-15T23:06:01+00:00Von |

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